Vietnam ist ein langgestreckter Küstenstaat in Südostasien, der sich gut für Rucksackreisen eignet. Er grenzt an Kambodscha, Laos, China und das Südchinesische Meer.

Das Land spaltete sich im 10. Jahrhundert von China ab. Vietnam wurde von verschiedenen Dynastien regiert und kam um das Jahr 1880 unter französische Herrschaft. Nachdem es 1941 die Japaner erobert hatten, wurde es 1945 in das kommunistische Nordvietnam und das vom Westen unterstützte Südvietnam geteilt. Nach dem Vietnamkrieg kam es im Jahre 1976 zur Wiedervereinigung des Landes. Daraufhin wurde Saigon nach dem verstorbenen Staatschef von Nordvietnam in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.

In Europa assoziiert man Vietnam eher mit Armut, Kommunismus und Vietnamkrieg und gehört deswegen nicht zu den klassischen Urlaubsländern. Bis vor wenigen Jahren besuchten den Staat  deshalb fast ausschließlich Leute, die Abenteuer erleben wollten, sich für die Kultur interessierten oder mit dem Land nach dem Vietnamkrieg in der einen oder anderen Art emotional verbunden waren.

Seit ungefähr 1999 erlebt Vietnam aber einen Tourismus-Boom. Neben Studienreisenden kommen  immer mehr Pauschal-, Rucksack- und Badetouristen, letztere vorwiegend aus den anderen asiatischen Ländern. Dies lässt sich zum Teil auf einen „Ausweich-Effekt“ zurück führen, der mit den Terroranschlägen und der anhaltenden Gewalt auf den Philippinen und in Indonesien begründet ist. Vietnam hat hingegen das Image eines friedlichen Landes mit einer niedrigen Kriminalitätsrate.

Inzwischen fahren außerdem auch Kreuzfahrtschiffe verschiedene vietnamesische Häfen an beziehungsweise ankern vor der Küste. Diese bieten Tagesausflüge nach Ho-Chi-Minh-Stadt,  Đà Nẵng, Nha Trang oder Huế an.

In den vergangenen Jahren zog man in einer Reihe von Fischerdörfern eilig einige internationale Resorts und Hotels hoch, eröffnete Restaurants für Ausländer und nahm den Aufbau einer touristischen Infrastruktur in Angriff. Mehrere hunderttausend Menschen verdienen ihr Geld schon im Tourismus.

Rucksack-Reisende aller Staaten benötigen ein Visum für eine Einreise nach Vietnam. Dieses kann entweder bei der Einreise über einen internationalen Flughafen oder bei einer vietnamesischen Botschaft erworben werden. Das „Flughafen-Visum“ berechtigt zur einmaligen Einreise und ist  lediglich für vier Wochen gültig, kann jedoch im Land verlängert werden. Über eine Botschaft kann man Visa mit längerer Gültigkeit erwerben, die auch die mehrmalige Einreise ermöglichen. Formulare sind auf der Botschafts-Website zu finden.