Ghana ist ein westafrikanischer Staat, der an Burkina Faso, die Elfenbeinküste und Togo grenzt. Im Süden liegt der Golf von Guinea und damit der Atlantik. Wer seine Rucksackreise nicht auf ausgetrampelten Pfaden verbringen will, kann hier viel entdecken. Das Land ist beinahe so groß wie Großbritannien. Die historischen Verknüpfungen dorthin sind bis heute groß, war Ghana doch lange Zeit Kolonie des Britischem Empire. Etwa 100 km entfernt von der ghanaischen Hauptstadt Accra liegt der Volta-See. Es handelt sich um dem größte komplett von Menschen angelegte Stausee der Erde. Der Voltasee ist damit gleichzeitig der größte Binnensee von Ghana.

Ghana liegt in der tropischen Klimazona der Erde. Die Nähe zum Äquator führt zur völligen Abwesenheit der klassischen Jahreszeiten, stattdessen wechseln sich Trockenzeiten mit Regenzeiten ab. Die Tage und Nächte in dieser Region der Erde sind im ganzen Jahr nahezu gleich lang. Der Süden des Landes ist mit weiten Regenwäldern bedeckt, der Norden ist etwas trockener und besteht überwiegend aus verschiedenen Savannenlandschaften. Der Regenwald ist auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Er dient als Rohstoff für Edelholzexporte, aber auch dem Tourismus. Bedeutend für das Land ist zudem der Rohstoff Gold, dem das Land in der Kolonialzeit den Namen „Goldküste“ verdankte. Ghanas Kultur ist überaus vielfältig. Kein Wunder: leben hier doch bis zu einhundert verschiedene Ethnien mit der sich daraus ergebenden religiösen Vielfalt und Sprachenvielfalt auf.

Der Tourismus ist ein Wirtschaftssektor, der in Zukunft für Ghana immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Hinsichtlich seiner Entwicklung initiierte die ghanaische Regierung 1996 einen auf 15 Jahres-Plan mit dem Namen „Integrated National Tourism Development Plan“. Ziel war es, die Zahl der jährlichen Touristen auf eine Million im Jahr 2020 zu erhöhen. Die touristischen Attraktionen sind vor allem traumhafte Badestrände, Wildtierreservate und Naturparks, Festivals der Einheimischen und die alten Forts der Europäer an der Küste.
Insbesondere an der Küste ist schon eine nennenswerte Tourismusindustrie mit Hotels kleinerer und mittlerer Größe entstanden. Die Bettenkapazität liegt mittlerweile bei etwa 10.000 Betten und steigt weiter. Die Haupttourismuszentren sind die Region um Accra für Badeurlaube, sowie Cape Coast und Elmina wegen ihrer Geschichte sowie Kumasi. Daneben ist aber auch zum Beispiel das Volta-Delta unter Vogelkundlern und Wassersportlern beliebt. Außerdem spielt Ökotourismus in Ghana eine immer größere Rolle. Rucksacktourismus ist eine weitere Möglichkeit die Schönheit des Landes zu erleben.