Die ehemalige deutsche Kolonie Ruanda, das ‘Land der tausend Hügel’, ist für Rucksack-Touristen ein ebenso spannendes wie vielfältiges Reiseziel. Landschaftlich lässt sich Ruanda in drei Großlandschaften unterteilen: die Kongo-Nil-Wasserscheide, das zentrale Hochplateau und die Senke im (Süd-)Osten des Landes. Den größten Teil des Landes macht das Hochland aus, das auf einer durchschnittlichen Höhe von 1500 m liegt. Die Vulkanberge im Norden Ruandas sind über 4500 m hoch.

Besonders im Hochgebirge Ruandas trifft man aufgrund des feuchten und nebelig-kühlen Klimas auf eine faszinierende Tier- und Pflanzenvielfalt. Der Nyungwe-Wald, der letzte Bergregenwald Ruandas, ist ein absolutes Highlight bei einer Rücksack-Reise durch Ruanda. Aber auch der trockene Osten ist atemberaubend. Im Nationalpark Akagera mit seinen zahlreichen Seen und Sumpfgebieten bietet sich ein ganz anderes Bild Ruandas. Die einstig Artenvielfalt in diesem Gebiet, das Elefanten, Giraffen, Löwen und zahlreiche andere afrikanische Tiere beherbergte, wurde im Krieg allerdings extrem minimiert, so dass die Wahrscheinlichkeit im Akagera Nationalpark heute eines dieser wunderschönen, exotischen Tiere zu Gesicht zu bekommen, leider recht gering ist. Für Tierliebhaber besonders interessant ist Ruanda aber wegen der seltenen, leider vom Aussterben bedrohten Berggurillas, die in den Virungavulkanen beheimatet sind.

Ruanda ist ein armes Land, in dem Tourismus keine große Rolle spielt. Wer sich aber auf Land und Leute einlässt, kann in Ruanda auch ohne große Naturparks oder malerische Meeresstrände eine unglaublich spannende Reise erleben und kulturelle Schätze und regionale Bräuche des Landes kennen lernen. Die meisten Rucksack-Touristen statten Ruanda aber nur einen recht kurzen Besuch ab, um ihre Reise dann in einem der Nachbarländer Ruandas fortzusetzen.