Wer sich für ein Rücksack-Abenteuer im fernen Ruanda entscheidet, muss sich vor der Einreise um diverse Formalitäten kümmern. Tragen Sie zum Beispiel rechtzeitig Sorge dafür, dass Ihr Impfschutz ausreicht. Ohne eine Impfung gegen Gelbfiber wird Ihnen die Einreise nach Ruanda verwehrt – und das aus gutem Grund. Zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben aber über alle Maßen zu empfehlen sind auch die Auffrischungen sämtlicher üblicher Impfungen wie Tetanus, Diphtherie und Polio. Auch Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut und Menigokokken-Krankheiten sind empfohlen. Sprechen Sie am besten mit einem Arzt und erklären Sie ihm genau, wo Sie sich wie lange aufhalten werden und was sie genau vorhaben, gemeinsam können Sie dann entscheiden, welche Impfungen nötig sind. Eine Gelbfiber-Impfung muss, wie gesagt, in jedem Fall sein.
Was das Visum angeht, so sind die Reglungen in Ruanda vergleichsweise unkompliziert. Als deutscher Staatsbürger können Sie auch ohne Visum in das Land einreisen. Als Tourist dürfen Sie dann insgesamt 90 Tage im Land bleiben, ohne ein Visum zu beantragen. Aus anderen Gründen Einreisende müssen sich innerhalb von 14 Tagen bei der ruandischen Ausländerbehörde melden und dort ein Visum beantragen. In jedem Fall benötigen Sie einen Reisepass, auch ein vorläufiger Reisepass wird akzeptiert, sofern dieser 6 Monate über die Aufenthaltsdauer hinaus gültig ist.
So unkompliziert diese Regel ist, so empfindlich sind aber auch die Geldstrafen, die auf Sie zukommen, sofern Sie die besagte Frist von 90 Tagen überschreiten. Zudem können erhebliche Verzögerungen bei der Ausreise die Folge einer Fristüberschreitung sein, vermeiden Sie dies also um jeden Preis.
In Bezug auf Ihr Gepäck gelten die üblichen Zollvorschriften. Drogen, Waffen und Pornos haben in der Tasche nichts verloren, da diese Waren nicht eingeführt werden dürfen und Ihnen am Zoll eine Menge Ärger bescheren können. Was Artikel des persönlichen Bedarfs angeht (zum Beispiel ein Laptop oder eine Kamera) so stellen diese kein Problem dar, sollten aber deklariert werden, um Missverständnissen vorzubeugen. Devisen können unbegrenzt eingeführt werden. Problematisch wird es bei der Einfuhr von Parfüm, Alkohol und Tabak, diese Waren dürfen nur in begrenztem Maße eingeführt werden. Planen Sie größere Mengen von Medikamenten einzuführen (zum Beispiel für Spendenzwecke) so müssen Sie sich vorab um eine Erlaubnis kümmern.