Wer auf einer Rucksackreise die Welt entdecken möchte, kann gut mit Europa anfangen. Reiseländer wie Island, Norwegen oder Schweden locken mit einer einzigartigen Natur. Die Reisekosten halten sich bei Reisen zu Zielen in Deutschland und ins europäische Ausland in Grenzen. Unerfahrene Backpacker können hier im gewohnten Umfeld den Urlaub mit Rucksack kennen lernen. Selbst wenn sie feststellen sollten, dass Rucksackreisen nichts für sie ist, kommen sie schnell nach hause zurück.

Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass jemand den Rucksack-Urlaub verlängern möchte. Zum Beispiel wenn dieser zur Besichtigung der Welterbe-Stätten in Deutschland genutzt wird. Die UNESCO führt in ihrer Liste 33 deutsche Beiträge zum Welterbe auf. Diese sind auf 15 der 16 deutschen Bundesländer verteilt: 2 Weltnatur- und 31 -kulturerben. Die Liste wurde 1978 mit dem Aachener Dom eröffnet und der jüngste Neuzugang waren im Jahr 2008 die Siedlungen der Berliner Moderne. Außerdem führt die UNESCO mit dem deutschen Wattenmeer und der Grube Messel zwei Weltnaturerbestätten auf. Viele Backpacker besichtigen auch alle Nordseeinseln und Ostseeinseln an der deutschen Küste und verbringen ihre Nächte nicht nur unter dem freien Himmel sondern z.B. auch in einem Hotel auf Sylt.

In Österreich, dem Nachbarland Deutschlands, sind ein hohes Maß an Voraussetzungen für den Toursimus gegeben. Hier sind Gebirgslandschaften sowie Seenlandschaften zu finden. Diese sind alle sehr natürlich. Außerdem schmücken zahlreiche Kulturdenkmäler und attraktive österreicher Städte sowie eine sehr gut entwickelte Infrastruktur das Land. Ein großer Vorteil ist die zentrale mitteleuropäische Lage, die eine vereinfachte und flexible Erreichbarkeit gewährleistet. Der österreicher Tourismus splittet sich gleichmäßig auf die Wintersaison und die Sommersaison.

Von Deutschland aus ist auch einen Rucksackreise nach Dänemark gut möglich. Der Tourismus  wird hier zum Großteil von Ferienhäusern und Campingplätzen geprägt. Ein bedeutender Teil des Fremdenverkehrs des Landes spielt sich an den Küsten ab. Das liegt daran, dass Dänemark eine für seine Größe vergleichsweise lange Küste besitzt. Im Jahre 2007 wurden über 45 Millionen Übernachtungen gezählt.

Rucksack-Touristen finden in Europa aber auch sonnenverwöhnte Länder. Eines davon ist Bulgarien. Der Tourismus gliedert sich dort in unterschiedliche Bereiche, zu denen unter anderem Bade- und Erholungstourismus, Wintersport, Jagdtourismus und Kulturtourismus zählen. Seit dem Ende der neunziger Jahre entwickelte sich in erster Linie der Massentourismus an der Schwarzmeerküste stark.

Die verschiedenen Länder in der Mittelmeerregion sowie die Kanaren sind gerade bei den Rucksack-Reisenden beliebte Ziele. Und das auch sehr gerne zu anderen Jahreszeiten als der Sommerzeit. Dort erlebt man einen erholsamen Bade- und Aktivurlaub im Doppelpack. Eine solche Rucksackreise bietet einen interessanten Mix aus vielen Erlebnissen in der Natur, schönen Unterkünften, einem großen Maß an Ungezwungenheit, etliche gesellige Menschen und zahlreichen verschiedenen Aktivitäten.